10 klassen abschluss ddr
Bitte aktivieren sie dies in Ihrem Browser. Das Kernstück des Bildungswesens der DDR war die sogenannte Polytechnische Oberschule POS als "staatliche, unentgeltliche, einheitliche Pflichtschule", die der kommunistischen Erziehung dienen und "allen Kindern eine hohe Allgemeinbildung" vermitteln sollte. Die zehnjährige allgemeinbildende polytechnische Oberschule POS wurde ab schrittweise für alle Kinder eingeführt, ab besuchten etwa 94 Prozent aller Absolventen der 8. Klasse auch die 9. Die anderen, leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler, deren Zahl beständig sank, begannen nach dem 8. Schuljahr eine zwei- bis dreijährige Berufsausbildung. Das neue Schuljahr startete jeweils zum 1. September und hatte Unterrichtstage, die auch den Sonnabend einschlossen. Die POS war in Unter-, Mittel- und Oberstufe gegliedert. In den Klassen 1 bis 4 unterrichteten Unterstufenlehrerinnen und Unterstufenlehrer, die ihre Unterrichtsbefähigung an einem der zahlreichen "Institute für Lehrerbildung" erworben hatten. Daneben lehrten Pionierleiterinnen und Pionierleiter, die ebenso ausgebildete Pädagogen mit einer Lehrbefähigung für die Unterstufe waren.
10. Klassenabschluss DDR: Tradition und Bedeutung
Die Einführung der polytechnischen Oberschule als Schulform fällt in den Abschluss der Phase des Aufbaus der sozialistischen Schule — Sie ersetzte die bis dahin in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR als Einheitsschule existierende achtjährige Grundschule. Pädagogische Grundlage für die POS war das Konzept des polytechnischen Unterrichts, in dem sich idealerweise in allen Fächern theoretisch-durchdringendes und praktisch-umgestaltendes Tun verbinden sollten. Dezember das Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der Deutschen Demokratischen Republik. Mit der Gründung der POS ging die Verabschiedung einer neuen Schulordnung am November die bereits die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben regelt einher. Zunächst umfasste das Regelsystem der POS nur die Klassen eins bis acht, das bedeutete, dass die nach und nach eingeführte 9. Klasse nicht zur Regelschulzeit zählte. Insbesondere in Städten gab es diese Klassenstufen, wenn auch nicht in jeder Schule. Erst Anfang der er Jahre wurde mit einer nochmals umfassenden Neustrukturierung des Bildungssystems der DDR die Regelschulzeit auf 10 Jahre verlängert, womit auch die Klassen 9 und 10 in die POS integriert wurden.
| Die Rolle des 10. Klassenabschlusses in der DDR | Sie entstand aus einer Reform der achtjährigen Grundschulen bzw. Zur vorschulischen Erziehung sah der Gesetzgeber Kindergärten und andere Einrichtungen vor, die örtlich organisiert wurden. |
| Vergleich: 10. Klassenabschluss DDR vs. BRD | Bitte aktivieren sie dies in Ihrem Browser. Das Kernstück des Bildungswesens der DDR war die sogenannte Polytechnische Oberschule POS als "staatliche, unentgeltliche, einheitliche Pflichtschule", die der kommunistischen Erziehung dienen und "allen Kindern eine hohe Allgemeinbildung" vermitteln sollte. |
| Erinnerungen an den 10. Klassenabschluss in der DDR | Das Bildungssystem in der DDR bestand seit in der Sowjetischen Besatzungszone SBZ mit dem Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule als Einheitsschule. Das Bildungssystem wurde zweimal grundlegend reformiert. |
Die Rolle des 10. Klassenabschlusses in der DDR
Das Bildungssystem in der DDR bestand seit in der Sowjetischen Besatzungszone SBZ mit dem Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule als Einheitsschule. Das Bildungssystem wurde zweimal grundlegend reformiert. Die Festlegungen des Gesetzes über das einheitliche sozialistische Bildungssystem von bestimmten das Schulsystem der DDR bis zu ihrem Ende. Das Bildungsmonopol hatte in der DDR der Staat. Das zentral organisierte Bildungswesen unterstand damit der SED. Langjährige Volksbildungsministerin war von bis Margot Honecker. Jugendwerkhöfen fürchten, in denen zum Teil höchst repressive Erziehungsmethoden angewendet wurden. Auf einer hohen Allgemeinbildung für alle Jugendlichen, die die POS vermitteln sollte, baute die Spezialbildung auf, die in Facharbeiterausbildungen, Erweiterten Oberschulen EOS und Spezialschulen, Studieneinrichtungen wie Fach- und Ingenieurschulen sowie Hochschulen und Universitäten und verschiedenen Weiterbildungen erfolgte. Die an der POS vermittelte Allgemeinbildung war stark naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtet.
Vergleich: 10. Klassenabschluss DDR vs. BRD
Mitte der 60er Jahre galt das beispielsweise für Diplom-Chemiker und Mathematiklehrer. Noch besser waren die Chancen, wenn als Berufswunsch "Berufsoffizier" angegeben wurde: damit konnten sich auch leistungsschwächere Jungen den Weg zur EOS sichern. Das Kernstück des Bildungswesens der DDR war die sogenannte Polytechnische Oberschule POS , die der kommunistischen Erziehung dienen sollte. Eine wichtige Voraussetzung für den Besuch der EOS war eine vorzeigbare positive ideologische Gesinnung. Bei Anzeichen renitenten Verhaltens oder gar Widerspruch dies betraf häufig Kinder von Pfarrern oder Dissidenten war die Aufnahme in die EOS nahezu ausgeschlossen. Nur wenn sich das MfS die Förderung des Kindes als besondere Strategie gegen das "feindlich-negative Element" ausgedacht hatte, wurden auch solche Kinder in die EOS aufgenommen. Die vom Ministerium für Volksbildung herausgegebene Aufnahmeordnung für die Abiturstufe zeigt, welche Bedingungen die EOS-Schüler zu erfüllen hatten: "In die Erweiterte Oberschule werden Schüler aufgenommen, die sich durch Leistungsfähigkeit und Bereitschaft sowie politisch-moralische und charakterliche Reife auszeichnen, ihre Verbundenheit mit der DDR durch ihre Haltung und gesellschaftliche Aktivität bewiesen haben.