Ab wann ist zu wenig schlaf ungesund


Etwa achtzig Prozent der Deutschen schlafen nicht genug: Weniger als sieben Stunden Schlaf sind es laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Und das ist kein Wunder - macht es der Alltag doch zunehmend schwerer, abzuschalten und zur Ruhe zu finden. Rund 40 Prozent der Deutschen leisten Schichtarbeit, vom Arzt bis zum Busfahrer. Die Doppelbelastung von Eltern, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen, bringt viele um den nötigen Schlaf. Schlafforscher empfehlen jedoch mindestens 7,5 Stunden Schlaf am Tag. Schaffe man dies unter der Woche nicht, solle man wenigstens am Wochenende den benötigten Schlaf nachholen. Denn wer zu wenig schläft, ist deutlich unkonzentrierter und ungeschickter, reagiert langsamer und trifft falsche Entscheidungen, haben Forscher herausgefunden. Und es hat noch weitere gravierende Folgen, wie aktuelle Studien belegen. Epameinondas Fountas in seiner Veröffentlichung einer aktuellen Analyse über die richtige Menge an Schlaf. Er und sein Team analysierten elf Studien mit mehr als 1 Million Probanden, um die Auswirkungen von Schlafentzug zu untersuchen. ab wann ist zu wenig schlaf ungesund

Ab wann ist zu wenig Schlaf ungesund?

Dauerhaft zu viel Schlaf könnte langfristig sogar ernsthafte gesundheitliche Folgen haben: Wie eine Studie herausfand, gibt es einen Zusammenhang zwischen mehr als zehn Stunden Schlaf pro Nacht und dem metabolischen Syndrom gemeinsames Auftreten von Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen. Im Vergleich zu Menschen, die sechs bis acht Stunden pro Nacht schliefen, waren bei den Langschläfern die Triglyceridwerte Blutfettwerte erhöht. Wie die genauen medizinischen Zusammenhänge zwischen metabolischem Syndrom und zu viel Schlaf sind, ist noch nicht näher erforscht. Mehrere Studien haben beispielsweise gezeigt, dass durch Schlafmangel oder zu viel Schlaf das Gleichgewicht von Hormonen beeinflusst wird, die den Hunger regulieren. Die Folge davon ist vermehrter Appetit. Depressive Menschen leiden häufig unter einem ständigen Wachzustand mit hoher Anspannung. Durch früheres Zubettgehen oder Schlafen tagsüber versuchen sie das zu kompensieren und zur Ruhe zu kommen. Das führt zu einem Teufelskreis, denn nach dem Schlaf ist die Anspannung dann besonders hoch.

Folgen von zu wenigem Schlaf Die normale Schlafdauer ist bei jedem Menschen verschieden. Dass zu wenig Schlaf auf Dauer negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit haben kann, ist bekannt.
Schlafmangel und Gesundheit Etwa achtzig Prozent der Deutschen schlafen nicht genug: Weniger als sieben Stunden Schlaf sind es laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Und das ist kein Wunder - macht es der Alltag doch zunehmend schwerer, abzuschalten und zur Ruhe zu finden.
Gesundheitsrisiken bei Schlafentzug Schlafen ist so wichtig für uns wie Atmen, Trinken und Essen. Doch manchmal bekommen wir einfach nicht genug Schlaf.

Folgen von zu wenigem Schlaf

Schlafen ist so wichtig für uns wie Atmen, Trinken und Essen. Doch manchmal bekommen wir einfach nicht genug Schlaf. Die Folgen des Schlafmangels bemerken die meisten direkt am nächsten Tag. Chronischer Schlafmangel kann sogar zu Krankheiten führen. Inhalte im Überblick. Schlaf ist eines der grundlegendsten Bedürfnisse, die wir Menschen haben. Gesunder Schlaf ist während der gesamten Lebenszeit wichtig für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden sowie unsere Sicherheit. Dafür ist es unter anderem nötig, genügend Schlaf zu bekommen. Für Erwachsene lautet die Empfehlung, circa sieben bis neun Stunden nachts zu schlafen. Doch die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland DEGS1 aus dem Jahr kam zu dem Ergebnis, dass nicht jeder die empfohlene Schlafdauer erreicht. In einem Untersuchungszeitraum von vier Wochen schliefen durchschnittlich 12,3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland effektiv weniger als fünf Stunden pro Nacht. Was viele nicht wissen: Schlafmangel kann eine Vielzahl negativer Folgen für Körper und Psyche haben. Wenn es um Schlafmangel geht, taucht häufig auch der Begriff Schlafentzug auf.

Schlafmangel und Gesundheit

Bei den Teilnehmer:innen, die maximal fünf Stunden schliefen, lag das Risiko, in den kommenden 25 Jahren eine chronische Krankheit zu entwickeln, demnach um 20 Prozent höher als bei denen, die sieben und acht Stunden schliefen. Bekommt der Körper dauerhaft zu wenig Schlaf, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zu der einen chronischen Erkrankung weitere dazukommen, um 40 Prozent. Zudem fanden die Forscher:innen einen Zusammenhang zwischen zunehmendem Alter, dauerhaft zu wenig Schlaf und chronischen Erkrankungen. Schlafen oder Jährige dauerhaft nur maximal fünf Stunden, erhöht sich ihr Risiko eine Multimorbidität zu entwickeln um 30 bis 40 Prozent. Sie erklärt, dass Multimorbidität in Ländern mit hohem Einkommen auf dem Vormarsch seien, mehr als die Hälfte der älteren Erwachsenen habe heute mindestens zwei chronische Krankheiten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass besonders viel Schlaf mit besserer Gesundheit gleichzusetzen ist. Stattdessen fanden die Wissenschaftler:innen heraus, dass Menschen ab 50 Jahren, die mindestens neun Stunden schliefen, nicht besser abschnitten als die mit sieben und acht Stunden Schlaf — sich zu viel Schlaf im Gegenteil sogar ebenfalls negativ auswirken kann.