Ab wann kann ein vermieter wegen ausbleibender mietzahlungen fristlos kündigen
Eine fristlose Kündigung durch den Vermieter kann häufig vermieden werden, wenn der Mieter ein ruhiges, klärendes Gespräch sucht. Oftmals sind es nämlich Missverständnisse oder ungewollte Umstände, die eine fristlose Kündigung vom Mietvertrag aufgrund von Zahlungsverzug zur Folge haben. Lesen Sie in diesem Ratgeber nach, was dies eigentlich genau bedeutet. Ist ein Mieter mit zwei Monatsmieten oder mehr im Verzug bzw. Eine Abmahnung ist auch bei Zahlungsverzug notwendig, damit Vermieter dann eine fristlose Kündigung aussprechen können. Hat dessen Mieter seine Zahlungen von mehreren Monaten nicht geleistet, zu welchen er sich im Mietvertrag verpflichtet hat, kann ihm der Vermieter fristlos kündigen. Wird die Miete nicht bezahlt, kann eine fristlose Kündigung auf nachfolgender gesetzlicher Grundlage erfolgen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.
1. Fristlose Kündigung wegen ausbleibender Mietzahlungen: Ab wann ist dies möglich?
Dabei muss der anfallende Mietrückstand mehr als eine Monatsmiete betragen. Sollte sich der gesamte Rückstand der Zahlungen über einen längeren Zeitraum summiert haben, ist eine fristlose Kündigung ab dem Fehlbetrag von zwei Monatsmieten fällig. Dabei kann sich der Mietrückstand auch durch ausbleibende Nebenkostenzahlungen anhäufen. Eine Ausnahme besteht, wenn der Mieter aufgrund von Wohnungsmängeln die Miete entsprechend gemindert zahlt. In diesem Fall wirkt sich das nicht auf den Mietrückstand aus. Des Weiteren kann bei Mietausfällen auch ein Mahnverfahren eröffnet werden. Sollte die Miete nach Ablauf der Frist nicht auf dem Konto des Vermieters eingegangen sein, kann er das persönliche Gespräch mit dem Mieter suchen. Dabei kann er sich nach dem Grund der ausgebliebenen Mietzahlung erkundigen. Der Vermieter kann dem Mieter als Vorschlag unterbreiten, den Mietrückstand innerhalb einer Woche zu tilgen. Zudem kann dem Mieter eine Mietkautionsbürgschaft oder Ratenzahlung angeboten werden. Sollte der Mieter trotz des persönlichen Gesprächs seiner Mietzahlung weiterhin nicht nachkommen, kann eine Abmahnung erfolgen.
| 2. Voraussetzungen für die fristlose Kündigung durch Vermieter wegen Mietrückständen | Bleibt die Miete aus, sind Vermieter berechtigt, ihren Mietern unter Umständen zu kündigen. Erfahren Sie hier unter anderem, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und wie eine Kündigung wegen Zahlungsverzug erfolgt. |
| 3. Rechtsgrundlagen: Ab wann kann ein Vermieter fristlos kündigen? | Eine fristlose Kündigung durch den Vermieter kann häufig vermieden werden, wenn der Mieter ein ruhiges, klärendes Gespräch sucht. Oftmals sind es nämlich Missverständnisse oder ungewollte Umstände, die eine fristlose Kündigung vom Mietvertrag aufgrund von Zahlungsverzug zur Folge haben. |
| 4. Mietrecht: Zeitpunkt der fristlosen Kündigung wegen ausbleibender Mietzahlungen | Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden. |
2. Voraussetzungen für die fristlose Kündigung durch Vermieter wegen Mietrückständen
Bleibt die Miete aus, sind Vermieter berechtigt, ihren Mietern unter Umständen zu kündigen. Erfahren Sie hier unter anderem, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und wie eine Kündigung wegen Zahlungsverzug erfolgt. Die Miete muss an diesem Tag noch nicht auf dem Konto des Vermieters sein. Es reicht aus, wenn der Mieter die Zahlung an diesem Tag anweist. Der Vermieter ist berechtigt, seinem Mieter gegenüber für den Mietverzug eine Kündigung wegen Zahlungsverzug auszusprechen. Beispiel: Der Mieter zahlt weder im Juni noch Juli desselben Jahres die Miete für seine Wohnung. Oder er zahlt 30 Prozent der im Juni fälligen Miete und 50 Prozent der im Juli fälligen Miete und bleibt seinem Vermieter damit mehr als eine Monatsmiete schuldig. Beispiel: Der Mieter zahlt im Februar und März jeweils 50 Prozent seiner Miete. Im April, Mai und Juni zahlt er seine Miete komplett. Im Juli wiederum zahlt er keinen Cent der Miete. Damit schuldet er seinem Vermieter einen Betrag in Höhe von zwei Monatsmieten.
3. Rechtsgrundlagen: Ab wann kann ein Vermieter fristlos kündigen?
Deshalb ist eine fristlose Kündigung unwirksam. Die Mieter eines Einfamilienhauses hatten die Miete wegen Schimmel und Kondenswasserbildung um 20 Prozent gemindert. Nachdem ein Mietrückstand von zwei Monatsmieten aufgelaufen war, kündigte der Vermieter fristlos. Die Schimmelbildung infolge höherer Luftfeuchtigkeit werde durch zwei Aquarien sowie ein Terrarium mit Schlangen im gemieteten Haus bedingt. Aus seiner Sicht sei deshalb das Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters für die Mängel verantwortlich. Ein vom Amtsgericht eingeholtes Sachverständigengutachten gab dem Vermieter Recht. Die Mieter glichen die bestehenden Zahlungsrückstände erst im Berufungsverfahren vor dem Landgericht aus und wehrten sich gegen die Kündigung mit dem Argument, sie hätten sich über die Ursache des Mangels geirrt. Sie treffe kein Verschulden an der Nichtzahlung der Miete, weil die Ursache der Schimmelbildung unklar gewesen sei. Der Vermieter hatte eine Betriebskostenabrechnung erstellt, in der u. Hausmeisterkosten aufgeführt waren, für die er keinen Nachweis erbracht hat.