Ab wann kifft man passiv
Kiffen ist in Deutschland seit dem April — mit Auflagen — erlaubt. Auch auf einigen Volksfesten ist der Konsum von Cannabis gestattet. Aber wie schädlich ist Passivkiffen? Wenn wir im Sommer auf einem Volksfest in einem Bierzelt oder in einer Raucherkneipe unterwegs sind, wo auch gekifft wird, dann kann das THC der berauschende Wirkstoff von Cannabis auch bei Menschen im Blut nachgewiesen werden, die nur daneben gesessen haben. Das haben Studien, unter anderem auch von der Uni Mainz, ergeben. Allerdings nur in so geringen Mengen, dass ein Rauschzustand sehr unwahrscheinlich ist. Dabei lagen die gemessenen Werte auch sehr weit unter den zulässigen Grenzwerten einer Polizeikontrolle. Audio herunterladen 1,5 MB MP3. Anders kann es aussehen, wenn man zum Beispiel auf sehr engem Raum ohne Belüftung länger den Rauch einatmet. Dann ist es grundsätzlich möglich, dass auch Passivrauchen einen Rauschzustand auslöst und ein Test anschlägt. Dabei müssen wir zwischen kurzfristigen und langfristigen Effekten unterscheiden.
Ab wann kifft man passiv?
Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass eine passive Inhalation von THC - der berauschende Wirkstoff von Cannabis - aus der Umgebungsluft tatsächlich möglich ist und zu erheblichen THC-Konzentrationen im Blut und Urin führen kann. Bereits in den er Jahren hatte ein skandinavisches Forschungsteam die Auswirkungen des Passivrauchens von Marihuana untersucht. Dafür wurden fünf Nicht-Kiffer in einem Kleinwagen Cannabisrauch ausgesetzt. In dem winzigen Raum atmeten sie eine halbe Stunde lang den Rauch von sieben Joints ein. Die Probanden der Studie lagen zwischenzeitlich weit über diesen Grenzwerten. Auf die skandinavische Studie folgten im Laufe der Jahre etliche weitere Untersuchungen, die zu ähnlichen Ergebnissen kamen. So ist es selbst nach der Cannabis-Legalisierung nur wenig realistisch, dass der Beifahrer neben einem innerhalb von 30 Minuten sieben Joints raucht. Ein Forschungsteam der Universitäten Mainz und Jena hatte daher in einer neueren Studie, die im Fachmagazin "Journal of Analytical Toxicology" veröffentlicht wurde , ein Setting gewählt, welches sich mehr an der Alltagswirklichkeit orientierte.
| Passivkifft ab wann beginnt | Passivkiffen kann nachweisbar sein. Meist ist das jedoch nur der Fall, wenn sich die betreffende Person dauerhaft in einem verrauchten Zimmer aufhält. |
| Wann startet der passivische Kifft? | Wenn um einen herum gekifft wird, ist das erst einmal kein Grund zur Panik. Mit der Legalisierung von Cannabis könnte schon bald auch in Raucherkneipen, Biergärten und Clubs gekifft werden. |
| Beginn des passivischen Kiffts | Kiffen ist in Deutschland seit dem April — mit Auflagen — erlaubt. |
Passivkifft ab wann beginnt
Passivkiffen kann nachweisbar sein. Meist ist das jedoch nur der Fall, wenn sich die betreffende Person dauerhaft in einem verrauchten Zimmer aufhält. Ein Drogentest kann dann durchaus ausschlagen, wenn der Wirkstoff durch das längere Passivrauchen ins Blut übergegangen ist. Auch beim Passivkiffen können verkehrsrechtliche Konsequenzen wie bei Drogen am Steuer drohen. Die deutsche Rechtsprechung ist der Ansicht, dass in Bezug auf die Fahrtüchtigkeit Passivrauchen nicht besser gestellt werden kann als Aktivrauchen. Mehr dazu erfahren Sie hier. Welche Gefahren vom einfachen Passivrauchen ausgehen, ist hinlänglich bekannt. Viele Bundesländer haben daher das Rauchen in Kneipen , Discos und anderen öffentlich zugänglichen Orten verboten. Es macht nämlich kaum einen Unterschied, ob Sie die Zigarette im Mund haben oder ob Sie passiv rauchen. Studien haben ergeben, dass nahezu dasselbe gesundheitliche Risiko besteht. Doch wie ist das, wenn Sie passiv kiffen, also den Rauch von Cannabis einatmen? Gibt es hierbei eine Wirkung und ist Passivkiffen nachweisbar?
Wann startet der passivische Kifft?
Da wäre der Führerschein wohl futsch, ohne am Joint gezogen zu haben. Da Röhrich und seinem Team Szenarien wie das geschilderte doch zu unrealistisch erschienen, gingen sie einen anderen Weg, um herauszufinden, ob Passivrauchen tatsächlich zu kritischen THC-Werten führt. Sie setzten acht Personen - je vier Männer und Frauen - die noch nie gekifft hatten, in einen Coffeeshop im niederländischen Maastricht. Drei Stunden mussten sie ausharren, während der Laden brummte. Zur Sicherheit wurden zusätzlich 8 Gramm Cannabis in einem Aschenbecher abgebrannt - um temporär besuchsarme Phasen zu kompensieren. Im Gegensatz zu den Ergebnissen früherer Studien konnten Röhrich und sein Forschungsteam keine ernsthaft erhöhten THC-Werte feststellen. Zu erwähnen ist noch, dass sich auch keiner der abstinenten Männer und Frauen bekifft gefühlt hatte. Röhrich und sein Team kommen daher zu dem Schluss, dass sehr wahrscheinlich keine der Versuchspersonen bei einer Routinekontrolle der Polizei positiv auf Cannabis getestet worden wäre. Passivkiffen könne also nicht als Ausrede herhalten, wenn der Teststreifen anschlägt.