A lange & söhne rotor


Manche Odyssee dauert nicht zehn, sondern 25 Jahre. Seit der Wiederauferstehung von A. Das hatte Günter Blümlein, spiritus rector der neuen alten sächsischen Uhrenmarke, schon in den ersten Interviews durchblicken lassen, und jeder Neuzugang in der Designabteilung musste als erste Arbeit eine Sportuhr skizzieren. Dass es am Ende ein Vierteljahrhundert dauern würde, bis man sich auf ein Konzept, eine Ausstattung und ein Erscheinungsbild geeinigt hatte, verdeutlicht den hohen Anspruch der Luxusuhrenmarke an die selbst definierten Werte. Dass die Odysseus von der Saxonia abstammt, sieht man auf den ersten Blick. Dennoch begründet sie eine eigene Modellfamilie, die im Laufe der Jahre um verschiedene Varianten und Komplikationen wachsen soll. Auch in puncto Gehäusehöhe hält sich die Odysseus vornehm zurück, was auf verschiedene technische Kniffe zurückzuführen ist. Zunächst einmal fällt auf, dass die Lünette für eine wasserdichte Uhr ungewöhnlich schmal ist und dass die beiden Kronenschutzflanken in Wirklichkeit gar nicht die Krone schützen. a lange & söhne rotor

A Lange & Söhne Rotor: Die Kunst der Uhrwerkskomponenten

Für die Odysseus hat A. Der auf dem Rotor sichtbare Name DATOMATIC steht für die Kombination aus Datumsmechanismus und automatischem Aufzug. Mit einem Durchmesser von 32,9 Millimetern füllt das durch den Saphirglasboden sichtbare Uhrwerk das Gehäuse vollständig aus. Es verfügt über einen einseitig aufziehenden Zentralrotor mit einer Schwungmasse aus Platin. Die Skelettierung des Rotors ermöglicht einen Blick auf weitere Details des aufwendig von Hand finissierten Uhrwerks. Nach Vollaufzug stellt das Federhaus der Odysseus eine maximale Gangreserve von 50 Stunden bereit. Um eine hohe Gangstabilität zu garantieren, arbeitet das neue Automatikkaliber mit einer Frequenz von Die neu gestaltete Unruh wird mittels vier versenkter Schrauben reguliert. Dank dieser Konstruktion kommt es trotz erhöhter Frequenz zu weniger Verwirbelungen und zu besseren Gangwerten bei der neuen Odysseus. Das Schwingsystem der Odysseus wird durch eine beidseitig fixierte Unruhbrücke gehalten. Diese ist von Hand mit einem Wellenmuster graviert. Alle Gestellteile sind beim Kaliber L Darüber hinaus wurden Elemente des Rotors schwarzrhodiniert.

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Perfektion in Bewegung: A Lange & Söhne Rotor Technik Erstmals kommt bei A. Mit der Odysseus schlägt A.

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Brunner Zweifellos ist die Odysseus von A. So begehrt, dass Wartelisten an der Tagesordnung sind. Bei dieser Armbanduhr ist die Produktion mit Stahlgehäuse zudem auf gerade einmal Exemplare limitiert. Womöglich bringt die Glashütter Nobelmanufaktur analog zur Odysseus Automatik später wiederum eine Titan-Edition auf den Markt. Das wird jedoch dauern, denn Chronographenwerke wollen erst einmal gefertigt werden. Und das geht unmöglich von heute auf morgen. Wir werden das Automatikkaliber L Die Exemplare sind auch deswegen nur , weil uns bekannt ist, dass wir sehr lange dafür brauchen werden. Ich möchte Wartelisten von mehreren Jahren vermeiden. Das ergeben in der heutigen Zeit einfach keinen Sinn mehr. CEO , A. Chronographen sind für A. Seit dem Lancement des mittlerweile schon legendären Datograph in Basel noch unter der Ägide des verstorbenen Günter Blümlein , der im März genau 80 Jahre alt geworden wäre, entstehen mechanische Werke mit Stoppfunktion bei A. Für seine früheren Taschenuhren kaufte das Unternehmen die Rohwerke mit Stoppfunktion mit Ausnahme des im Jahr patentierten und mal gefertigten Lange Secundenwerk bei Schweizer Fabrikanten wie LeCoultre ein.

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Gleich zu Beginn meiner Liäson mit der Uhr hatte sich leider eine der beiden Werkhalteschrauben gelöst, um sich zwischen Ankerad und Unruhe zu verhaken und so das Werk vollständig zu blockieren. So musste ich wenige Tage nach Inbesitznahme die Uhr einschicken lassen. Nun denn. Kann passieren. Im weiteren Verlauf sind wir dann doch noch miteinander warm geworden. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Ganggenauigkeit des Werkes, zumindest aber die meines Exemplares, offenbar extrem abhängig ist von der Federspannung. Bei Vollaufzug ergeben sich durchaus zuverlässige Resultate mit gutem mittlerem täglichem Gang. Bei nachlassendem Drehmoment aber finden sich erhebliche Abweichungen sogar in den Minusbereich. So etwas habe ich bei keiner anderen meiner Automatikuhren je erlebt. Kennt noch jemand dieses Phänomen beim Saxomaten? Schade, schade. Offenbar wurde hier downgesized. Aber warum??? Kostendruck kann ja bei einem so hochpreisigen Produkt nicht im Vordergrund stehen, oder? Fazit: eine im klassischen Sinne schöne Uhr mit einigen Ungereimtheiten.